Wie funktioniert ein Airbag?

Dieser Artikel versucht die Frage zu beantworten, wie funktioniert ein Airbag?

Zu Beginnn erfolgt eine kurze Einleitung darüber, was überhaupt unter einem Lawinenrucksack/Lawinenairbag verstanden wird. Im Anschluss erfolgt eine kurze Erläuterung der Geschichte dieser Sicherheitsprodukte, d.h. wie ist man auf die Idee gekommen, Airbagsysteme in Rucksäcke zu integrieren.

Zusätzlich wird in diesem Artikel dargestellt, welche die typischen Einsatzbereiche für diese Syseme sind. Den Abschluss dieses Artikel stellt überblicksmäßig die beiden aktuell im Einsatz befindlichen Befüllsysteme dar, welche den eigentlichen Kern der Funktion der Lawinenrucksäcke darstellt.

Wie funktioniert ein Airbag?

Funktion der Lawinenrucksäcke / Lawinenairbags (Know-How Lawinenrucksäcke)

Als Lawinenrucksack (wird auch als Lawinenairbag bezeichnet) wird eine Sicherheitsvorrichtung gesehen welche im Falle einer von einer Lawine bedingten Verschüttung Hilfe bieten kann.

Lawinenrucksäcke sehen dabei aus wie konventionelle Winterrucksäcke, haben jedoch unter der Oberfläche ein Airbag-System integriert. Dieses System besteht v.a aus zwei wesentlichen Kompenenten: der Auslöseeinheit und dem Airbag. Dieses System wird vom Träger des Rucksacks ausgelöst und ermöglicht dadurch eine deutliche höhere Überlebenschance im Falle einer Verschüttung durch Lawinen.

Historie

Die Geschichte hinter der Entwicklung der Lawinenrucksäcke klingt abenteuerlich. Angeblich geht die Erfindung auf einen Oberförster in den 1970er Jahren zurück. Dieser machte die Beobachtung, nachdem er von einem Schneebrett mitgerissen wurde, dass er durch das Tragen eines zuvor erlegten Wildes nicht von den Schneemasse nach unten gedrückt wurde. Zurückgeführt wurde diese Situation darauf, dass durch das größere Gesamtvolumen eine Komplettverschüttung verhindert wurde.

Ausgelöst von dieser Beobachtung wurden weitere Tests mit großvolumigen Kanistern etc. durchgeführt und dabei wurde die Beobachtung des Försters bestätigt. Der physikalische Hintergrund dieser Beobachtung kann auf den sogenannten „Müsli-Effekt“ zurückgeführt werden. Wenn man in eine Schale mit Flüssigkeit Müsli leert und schüttelt, werden sich die kleineren Bestandteile des Müslis nach unten senken während die großen Bestandteile (wie beispielsweise Paranüsse) aufsteigen. Dieses Prinzip ist auch als Paranuss-Prinzip bekannt.

Anwendungsbereiche

Der typische Anwendungsbereich für Lawinenrucksäcke ist Freeriden (d.h. Fahren im freien Gelände oder Variantenfahrern) sowohl im Ski- als auch im Snowboard-Bereich. Ein weiterer Einsatzbereich ist im Tourenski-Bereich zu finden, wo der Rucksack mittlerweile oft als Standardsicherheitspaket neben Lawinenverschüttetengerät, Sonde und Lawinenschaufel gilt.

Funktion der Lawinenrucksäcke

Der Träger des Lawinenrucksacks löst beim Bemerken einer kurz bevorstehenden eventuellen Verschüttung die Auslösevorrichtung aus und setzt damit (je nach System und Herrstellern) die Befüllung der Airbags in Gang. Bei den aktuellen Methoden kommen dabei hauptsächlich zwei verschiedene Systeme zum Einsatz. Bei einer Methode werden bei der Auslösung mittels Gaskartusche die Airbags befüllt. Die zweite Methode erlaubt die Befüllung mittels Hochleistungsturbine, welche ähnlich dem Gaskartuschen-Prinzip eine vollständige Befüllung des Airbags in ungefähr drei Sekunden gewährleistet. Bei beiden Systemen sind Vor- und Nachteile vorhanden, welche im Detail im Artikel Vergleich der verschiedenen Hersteller beschrieben werden.

Fazit wie funktioniert ein Airbag

Die Entdeckung der Lawinenrucksäcke ist, wie so viele andere Erfindungen, auf einen Zufall zurückzuführen. Die eingeschränkte Auswahl von Herstellern, welche über viele Jahre zu beobachten war, hat sich auf eine überschaubare Anzahl vergrößert. Die typischen Anwendungsbereiche dieser zusätzlichen Sicherheitsausrüstung liegen abseits der befahrenen und präperierten Pisten, egal auf einem Snowboard oder mehreren Brettern.